Geltungsbereich
Erfasso richtet sich ausschließlich an Unternehmer, Betriebe und beruflich handelnde Organisationen. Verbraucher sind vom Vertragsschluss ausgeschlossen.
Rechtliches
Allgemeine Bedingungen für die B2B-Nutzung von Erfasso.
Erfasso richtet sich ausschließlich an Unternehmer, Betriebe und beruflich handelnde Organisationen. Verbraucher sind vom Vertragsschluss ausgeschlossen.
Erfasso stellt eine SaaS-Anwendung zur Verwaltung von Minijobbern, Zeiteinträgen, Monatsübersichten, Warnungen, Exporten und Bewertungen bereit. Berechnungen sind Hinweise und keine Rechts-, Steuer- oder Lohnberatung.
Preisangaben richten sich an B2B-Kunden. Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet; die angegebenen Preise sind Endpreise (Brutto = Netto). Bezahlte Pakete starten mit einer 30-tägigen Testphase, sofern im Checkout angezeigt. Zahlungen und Aboverwaltung erfolgen über Stripe.
Kunden müssen Zugangsdaten schützen, rechtmäßig zur Verarbeitung der eingegebenen Mitarbeiterdaten berechtigt sein und Eingaben fachlich prüfen. Die Verantwortung für arbeits-, steuer- und sozialversicherungsrechtliche Entscheidungen verbleibt beim Betrieb.
Die Angabe des Firmennamens bei der Registrierung ist Pflichtangabe und fester Bestandteil der Bestätigung, dass der Vertrag als Unternehmer im Sinne des § 14 BGB für Zwecke des eigenen Betriebs geschlossen wird.
Kostenpflichtige Pläne laufen monatlich und sind zum Ende der jeweiligen Abrechnungsperiode kündbar, sofern im Stripe-Kundenportal keine abweichende Frist angezeigt wird. Die Aboverwaltung inkl. Kündigung erfolgt technisch über das Stripe-Kundenportal; die hier genannten Bedingungen gehen im Zweifel den technischen Portal-Voreinstellungen vor.
Erfasso kann Verträge ordentlich mit einer Frist von 30 Tagen zum Monatsende kündigen. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt, insbesondere bei Zahlungsverzug über die Grace-Phase hinaus, Missbrauch der Plattform oder Verstoß gegen diese AGB. Bei außerordentlicher Kündigung durch Erfasso oder Ende des Vertragsverhältnisses kann der Kunde seine Daten für 30 Tage exportieren; danach werden sie gemäß AVV gelöscht oder anonymisiert.
Diese AGB gelten auch für die unentgeltliche Nutzung des Free-Plans.
Wird eine 30-tägige Testphase eines kostenpflichtigen Tarifs nicht vor ihrem Ablauf gekündigt, geht sie automatisch in ein reguläres kostenpflichtiges Abonnement über. Die erste Abbuchung über die im Checkout hinterlegten Zahlungsdaten erfolgt nach Ablauf der Testphase. Weitere Einzelheiten zu Testphase und Kündigung ergeben sich aus der Seite „Zahlung und Kündigung“.
Erfasso wird mit angemessener Sorgfalt betrieben. Wartung, Updates und sicherheitsrelevante Anpassungen können vorübergehend zu Einschränkungen führen. Bleibt eine fällige Zahlung über die Grace-Phase hinaus aus, kann der Account automatisch auf die Free-Limits herabgestuft werden.
Änderungen dieser AGB werden per E-Mail oder In-App-Hinweis mit mindestens 6 Wochen Vorlauf angekündigt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten die Änderungen als angenommen; auf diese Rechtsfolge wird in der Ankündigung gesondert hingewiesen. Der Kunde kann im Fall eines Widerspruchs den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung kündigen.
Die Haftung für Vorsatz, grobe Fahrlässigkeit, Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt und unbegrenzt. Für einfache Fahrlässigkeit haftet Erfasso nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), deren Erfüllung die ordnungsgemäße Vertragsdurchführung überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.
Die Haftung für einfache Fahrlässigkeit ist der Höhe nach begrenzt auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden, maximal jedoch auf die vom Kunden in den letzten zwölf Monaten vor dem schadensauslösenden Ereignis gezahlte Vergütung, mindestens jedoch 500 EUR. Für den unentgeltlichen Free-Plan ist die Haftung für einfache Fahrlässigkeit außerhalb der genannten Ausnahmen ausgeschlossen.
Für die Richtigkeit arbeits-, steuer- oder sozialversicherungsrechtlicher Entscheidungen, die der Kunde in eigener Verantwortung auf Grundlage der von Erfasso bereitgestellten Berechnungen und Warnungen trifft, wird keine Haftung übernommen; diese Hinweise ersetzen keine eigene fachliche Prüfung durch den Kunden oder eine Steuer-, Lohn- oder Rechtsberatung. Dieser Haftungsausschluss betrifft ausschließlich die fachliche Entscheidung des Kunden und gilt nicht für den Fall, dass die Software selbst objektiv fehlerhaft rechnet, etwa infolge eines Programmfehlers bei der Ermittlung der Minijob-Grenze. Für eine solche technische Fehlfunktion der Berechnungs- und Warnlogik gelten uneingeschränkt die vorstehenden Absätze dieser Haftungsklausel sowie die gesetzlichen Gewährleistungsregeln.
Der Kunde ist für eine eigene, regelmäßige Datensicherung der von ihm eingegebenen Daten außerhalb von Erfasso verantwortlich. Für Kosten der Datenwiederherstellung haftet Erfasso nur im Rahmen der vorstehenden Haftungsbegrenzung und nur, soweit der Datenverlust nicht durch eine angemessene eigene Datensicherung des Kunden vermeidbar gewesen wäre.
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Ist der Kunde Kaufmann im Sinne des HGB, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag der Sitz von Erfasso.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
Der Kunde ist für Handlungen seiner Mitarbeiter und sonstiger Nutzer, denen er Zugang zu seinem Erfasso-Account gewährt, verantwortlich wie für eigenes Handeln.
Bei Widersprüchen zwischen diesen AGB, dem Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) und der Preisliste gilt vorrangig die spezifischere Regelung des jeweiligen Sachbereichs; im Bereich des Datenschutzes und der Auftragsverarbeitung gehen die Regelungen des AVV vor, im Bereich der Preise und Abrechnung geht die jeweils aktuelle Preisliste vor.
Da sich dieses Angebot ausschließlich an Unternehmer richtet, ist Erfasso nicht verpflichtet und nicht bereit, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.